DOC – FÜNF

Kleiderhaufen, ineinander gefahrene und stehengebliebene Autos, leere Kinderwaagen. Vanessa und David riefen immer wieder nach jemandem, irgendjemandem, in der Hoffnung, dass irgendjemand auch antworten würde. Vergeblich. Die Stille war bemerkenswert. Und grausam, wenn ich daran dachte, was sie zu bedeuten hatte. Aus der Ferne konnte ich sonst immer leise das stete Rauschen der Autobahn hören. Continue reading „DOC – FÜNF“

DOC – VIER

„Was machen wir denn jetzt?“, fragte David und schob mich wieder sachte bei Seite.
Er versuchte sich unauffällig die Tränen wegzuwischen. Das Mädchen tat so, als hätte sie nichts gesehen, denn Sie merkte, dass es ihm peinlich war. Sie nahm ihr Smartphone aus der Hosentasche und inspizierte es.
„Ich kann es nicht einschalten. Nach den Blitzen funktioniert hier nichts mehr. Alles Elektrische scheint den Geist aufgegeben zu haben.“, sagte sie und steckte das Gerät wieder in die Tasche.
David kontrollierte sein eigenes, schüttelte frustriert den Kopf und steckte es wieder zurück in seine Hosentasche. Er stand verzweifelt vor dem Kleiderhaufen, in dem wohl einmal seine Großmutter steckte. Continue reading „DOC – VIER“

DOC – Drei

David und ich stürzten in den kleinen Laden.
„Hallo?! Ist hier jemand?!“, rief David und kontrollierte die wenigen Gänge im Laden.
Keine Antwort. Doch dann. Wir hörten ein Schluchzen, ein Weinen aus der hinteren Ecke des Ladens. Ein Mädchen, wie es sich anhörte und roch (ich halte mich an den Stellen, wenn es um Gerüche geht, kurz. Ich bin ein Hund und habe für tausend Gerüche tausend Beschreibungen. Wie Eskimos sie für Schnee haben – Ann-Marie und ich sehen uns gerne den Discovery Channel an). Continue reading „DOC – Drei“