404 – DEAD LINK: KAPITEL IX

|KAPITEL IX – Blutiger Himmel|

 

Langsam und behäbig hoben sich ihre Augenlider. Sie war von Dunkelheit und Stille Umgeben. Eine eigenartige Dunkelheit und eine seltsame Stille, denn es war nicht das Fehlen von Licht und auch nicht ein nicht vorhanden sein von Geräuschen oder Klängen. Sie befand sich in einer dunklen Höhle, einem Kokon, oder vielmehr einer Sphäre in Schwerelosigkeit und von ihr selbst strahlte das Licht aus. Ihre Gedanken waren frei und unbelastet. Ein vom körperlichem Leid gelöster Geist. War sie etwa gestorben? Sie fühlte sich unendlich wohl und geborgen, als wären die Sorgen und Ängste, die sie auf der Erde plagten, eine Illusion längst vergangener Zeiten. Die Schranken und Begrenzungen der alten Welt hatten hier keine Bedeutung mehr. Raum und Zeit waren aufgelöst und sie spürte unendliche Freiheit.
„Julia.“
Deans Stimme durchdrang ihr Bewusstsein. Sie war überall, durchdrang die Sphäre mit ihrem warmen Klang und legte sich wie ein wärmender Mantel über sie.
„Dean, wo bin ich? Wo bist du?“
„Das ist jetzt nicht wichtig. Du wirst später alles erfahren. Jetzt ist es wichtig, dass ihr am Leben bleibt. Sie haben es geschafft, den Kontakt zurück zu verfolgen. Jetzt wollen sie ihre Spuren verwischen.“
Julia wurde unruhiger und zeitgleich wurde die Sphäre von einem Beben erschüttert. Sie war an sie gebunden und Ausdruck ihres Erlebens und ihrer Gefühle.
„Es ist alles ein einziges Rätsel. Was passiert hier? Was passiert hier auf der Erde? Warum sagst du es mir nicht? Wo bist du? Ich weiß noch nicht einmal, ob es wirklich du bist.“
„Erforsche deine Gefühle, Big Bird, du weißt, dass es wahr ist.“
Die Sphäre beruhigte sich. Julia lächelte.
„Und du denkst also, du bist der Einzige, der in dieser seltsamen Welt auf die Idee kommt Obi Wan zu zitieren?“
„Irgendwie dachte ich, es sollte dir erstmal als Beweis genügen.“
Julia konnte ihn nicht sehen, aber sie spürte deutlich sein Lächeln.
„Wie ist das alles nur passiert?“
Die Sphäre wurde kälter und das Licht, das von Julia ausströmte, wurde fahler. Julia dachte an Graham. Wenn er recht hatte, würde die Welt, wie sie sie kannte, bald aufhören zu existieren.
„Folge mir zu den Koordinaten. Höre auf Graham. Passt auf, dass euch die Männer in Grau nicht erwischen. Vertraue niemanden und hinterlasse keine Spuren.“
„Wo führst du mich hin?“
Sie spürte, dass Dean sich entfernte. Seine unsichtbare Gegenwart entfernte sich und die Sphäre begann sich aufzulösen.
„Dean? Was passiert hier? Dean!?“
Ein Beben durchflutete die Sphäre. Das Licht wechselte vom fahlen Weiß in einen flackernden roten Schimmer, bevor es erlosch und die Sphäre sich auflöste. Julia fiel.

„Julia! Beruhige dich! Du hast geträumt!“
Nick war von ihrem Schrei geweckt worden. Sie schlief in Grahams Bett und Nick hatte bei ihr im Sessel übernachtet.
„Hey, alles in Ordnung?“, fragte er, als er seine Hand auf ihre Schulter legte und ihr ein Glas Wasser anreichte.
„Was? Wo… Wo bin ich?“
„In Grahams Singleparadies. Du bist ohnmächtig geworden und warst fast acht Stunden weggetreten.“
„Acht Stunden?!“ Sie fuhr hoch, aber ihr wurde sofort schwindlig und ein Kopfschmerz durchstach ihre Schläfe. Sie stöhnte auf und merkte, dass sie es langsamer angehen lassen musste. Sie setzte sich aufrecht hin. Ihr Kreislauf wollte noch nicht so recht und kleine, funkelnde Sternchen glitzerten links und rechts neben ihr. Ihr war schwindlig. Sie trank das Glas Wasser auf einen Schluck aus. Nick goss ihr ein weiteres ein, dass sie direkt zur Hälfte leerte.
„Ist unser Sorgenkind aufgewacht?“
Graham trat durch die Tür. Er ging zu Julia, fasste sanft ihr Kinn und begutachtete ihr Befinden, wie ein Ringrichter, der gerade entscheiden musste, einen Kampf abzubrechen oder fortzuführen. Sie nahm seine Hand, stieß sie von sich weg und strafte ihn mit einem finsteren Blick.
„Ah, es geht also.“
Er hielt ihr eine kleine Dose hin.
„Hier, nimm zwei von denen. Keine Angst, es sind nur Aspirin. Wir werden uns später über das unterhalten, was dir passiert ist. Aber jetzt müssen wir uns erstmal vom Acker machen. Ich habe gehört, dass die Männer in Grau sich in Fulton und in den umliegenden Städten nach uns umhören. Meine Hütte existiert zwar offiziell nicht, aber früher oder später werden sie ihren Weg hierher finden. Diese Mistkerle sind verdammt gute Spürhunde.“
„Für einen Priester fluchen sie verdammt viel.“, bemerkte Nick.
Graham lächelte verschmitzt.
„Ich habe eure Sachen in den Wagen gebracht. Hilf deiner Freundin, Nick. Wir müssen los. Ich warte draußen auf euch.“
Dann verließ er das Schlafzimmer.
Nick rieb sich die Augen. Er war müde und hatte kaum geschlafen. Er stand auf und reckte sich.
„Julia, das ist, glaube ich, alles zu viel für mich. Wirklich. Ich bin im vierten Semester und mache gerne Fotos. Meinetwegen recherchiere ich auch für dich. Aber diese Nummer hier mit diesen Typen, die mal eben einen Haufen riesiger Rocker auseinandernehmen und die wahrscheinlich sogar eine Frau auf dem Gewissen haben…“ Er stockte und haderte noch verlegen mit sich selbst, bevor er sich wieder neben Julia auf das Bett setzte.
„Ich möchte nach Hause, Julia. Ich habe eine Schweineangst.“
Das war ehrlich. Julia hatte die Aspirin mit dem letzten Schluck Wasser hinuntergespült und langsam fühlte sie sich besser. Sie legte Nick die Hand auf die Schulter und nickte ihm verständnisvoll zu.
„Geh schon mal vor und schau, dass wir einen Kaffee für die Fahrt haben. Ich rede gleich mit Graham und wir sehen zu, wie wir dich am schnellsten nach Hause kriegen, okay?“
Nick fühlte sich miserabel. Wie ein Verräter. Verschämt blickte er Julia in die Augen und ging dann von sich selbst enttäuscht aus dem Zimmer. Julia akzeptierte seine Entscheidung. Sie war für sie vollkommen verständlich und sie würde ihn deswegen keineswegs missachten oder in Zukunft dafür verurteilen. Trotzdem war sie traurig und sie fühlte sich unwohl bei dem Gedanken von jetzt an allein weiter zu machen. Sie stand auf, trank den letzten Schluck Wasser aus der Karaffe neben ihrem Bett und ging ins Bad um sich für die Abreise fertig zu machen.

Als Julia Grahams Hütte verließ und in den Wagen stieg, den Graham bereits gestartet hatte, saß Nick bereits auf der Rückbank neben Kartons, die Grahams Nachforschungen enthielten. Er stöberte aufmerksam in einer der Akten.
„Wollen Sie Ihr Haus nicht abschließen?“
„Ich glaube nicht, dass das nötig sein wird.“, sagte Graham knapp und fuhr los.
Sie fuhren zuerst zwei Stunden Richtung Norden und dann auf die Interstate neunzig Richtung Westen, entlang des Lake Eries, vorbei an zahlreichen Mais-, Soja- und Nutztierfeldern. Julia vermisste bereits jetzt die Stadt. In dem kleinen Städtchen Elmore sollte ein Bekannter Grahams einen kleinen Privatflughafen betreiben. Graham wartete mit der Überraschung auf, dass er neben Priester, Rocker und Verschwörungstheoretiker auch ein ausgezeichneter Pilot sei und sich ein Privatflugzeug von seinem guten, alten Freund leihen würde, der ihm noch einen Gefallen schuldete.
Julia hatte sich für Nicks Rückreise eingesetzt. Dabei sah Graham im Rückspiegel, wie die Schamesröte sich über Nicks Gesicht legte. Er versicherte ihm, ihn mit genügend Geld in ein Taxi zu setzen, sobald sie angekommen würden. Nick bedankte sich knapp und vergrub seinen Kopf wieder zwischen Baxters Dokumenten, die sich auf der Rückbank stapelten. Auch Julia kämpfte sich durch das viele Material, das Graham über die Jahre gesammelt und kategorisiert hatte, um seine sagenhafte Theorie zu stützen. Dabei stieß sie auf Fotografien, die die Männer in Grau zeigten. Bilder aus den vergangen drei Jahrzehnten. Die Männer schienen immer dieselben zu sein. Nur die Anzüge haben sich jeweils der Mode angepasst. Das konnte nicht wahr sein!
„Die Männer in Grau sind Agenten der Regierung in der anderen Welt. Sie sollten dafür Sorge tragen, dass alles im Geheimen bleibt und nichts an die Öffentlichkeit gelangt?“ Graham bat Nick einen bestimmten Ordner mit der Aufschrift „Network“ herauszusuchen. Nick fand ihn in einem der Kartons und reichte ihn nach vorne zu Julia.
„Ich bin bei weitem nicht der Einzige, der Bescheid weiß. Wir sind ein Netzwerk von 250 Männern und Frauen aus unterschiedlichen Professionen, die auf sie aufmerksam geworden sind.“
Erstaunt ging Julia zahlreiche Zeitungsartikel durch, in denen bereits Theorien, die Grahams ähnlich waren, veröffentlicht wurden, dann aber wieder zurückgezogen und als Lüge dementiert worden waren. Unter den Artikeln befanden sich auch zahlreiche Todesanzeigen.
„Das passierte mit den erfolglosen Versuchen, uns Gehör zu verschaffen. Unsere Warnungen wurden entkräftet, zerrissen und lächerlich gemacht. Die wenigen, die es geschafft hätten, ernsthaft jemanden aufzuwecken, wurden von den Männern in Grau ermordet.“
Julia versuchte einen schweren Kloß hinunterzuschlucken. Das ganze Material! Wenn Graham ein durchgeknallter Spinner war, dann einer von der intelligenten Sorte, die sich ihre Welt ins Detail erdacht haben. Sie fand einfach kein schwaches Glied in seiner Beweiskette. Trotzdem glaubte sie ihm noch nicht. Das wäre zu voreilig. Sie wusste deswegen auch nicht, ob sie Graham bereits von ihrem Traum erzählen sollte. Vielleicht war sie auch irgendeiner Droge ausgesetzt gewesen, die Graham ihr verabreicht hatte. Sie wollte erst einmal noch warten, noch mehr erfahren.
„Da sind wir!“
Der Wagen fuhr durch ein Tor in die Einfahrt eines Rollfelds für Sportflugzeuge kurz vor der Stadtgrenze. Graham bat Nick das Tor hinter ihnen zu schließen. Er tat es, dachte aber gleichzeitig darüber nach, was dies zu bedeuten hatte und wann er wohl zu seinem versprochenen Taxi käme. Auch Julia wurde skeptisch, hielt es aber für eine reine Vorsichtsmaßnahme und sagte nichts weiter. Graham fuhr noch ein paar hundert Meter das Rollfeld entlang und parkte vor einem geschlossenen Hangar. Daneben parkte ein Dodge Pick Up. Graham stieg aus und schlug laut gegen die Tür des kleinen Hangars. Nichts rührte sich. Julia und Nick stiegen aus und folgten Graham, der nochmals gegen die Tür klopfte und anschließend versuchte einen Blick durch das staubige Fenster zu erhaschen. Graham kramte ein Handy heraus und wählte eine Nummer.
„Ich dachte, die Dinger zu benutzen wäre keine gute Idee.“, bemerkte Julia erstaunt.
„Ich habe das Handy ein wenig modifiziert. Hat mir jemand aus unserer Verbindung gezeigt, der für die NSA gearbeitet hat. Er ist leider tot.“
Julia schaute bedrückt zu Boden.
„Da fällt mir ein, dass ich euer Equipment auch abhör- und lokalisierungssicher gemacht habe.“
Graham ging zum Auto, kramte in Julias Rucksack und warf ihr ihr Handy zu.
„Es war eine kleine Bastelaktion heute Nacht. Aber halte die Gespräche unter neunzig Sekunden. Das ist die absolute Deadline. Und nur telefonieren, wenn es unbedingt sein muss… Hallo! Frank?“
Am anderen Ende der Leitung hatte sich Grahams Freund wohl gemeldet.
Julia fiel ein, dass sie sich längst bei Baxter melden sollte. Sie würde sich kurz fassen und ihn bei der Stange halten müssen, bis sie ihm etwas stichhaltiges, oder auch gar nichts liefern können würde. Sie wählte seine Nummer. Samantha, Baxters Sekretärin meldete sich am anderen Ende.
„Samantha, hier ist Julia. Ist Baxter da? Ich muss ihn dringend sprechen.“ Julia blickte auf ihre Uhr, um die Zeit im Auge zu behalten.
„Baxter ist heute nicht in der Redaktion erschienen. Ich versuche ihn schon den ganzen Morgen zu erreichen. Ich werde es gleich auch bei seiner Frau versuchen. Es ist gar nicht seine Art. Ich hoffe, dass ihm nichts passiert ist.“
Julia stockte der Atem. Eine kalte Hand drückte ihre Kehle zu und sie bekam kaum ein Wort heraus.
„Samantha, würdest du bitte sofort versuchen ihn zu erreichen. Ich habe ihm etwas sehr Wichtiges zu sagen!“
„Oh, Schätzchen, bist du schon wieder auf einem deiner Abenteuer? Bist du nicht weiterhin mit deiner Trump Story beschäftigt?“
Achtzig Sekunden. Keine Zeit für Small Talk.
„Ich versuche es später noch mal! Wir fahren in einen Tunnel! Such Baxter!“
Julia legte auf. Nick kam zu ihr und ihm wurde sofort unwohl, als er in Julias blasses Gesicht blickte.
„Was ist?“, fragte er sie.
„Baxter ist verschwunden.“
Nun zog sich auch Nick der Magen zusammen.
In diesem Moment öffnete sich das große Tor des Hangars und ein Mann in einem ölbefleckten, blauen Overall und einer roten Baseball Mütze kam freudestrahlend auf sie zu.
„Hallo zusammen!“, rief er und wischte sich seine ebenfalls schmierigen Hände an einem noch schmierigeren Tuch ab.
„Entschuldigt, dass ich euch nicht die Hand gebe.“, scherzte er und klopfte Graham auf die Schulter.
„Jacob, mein Alter! Schön dich zu sehen. Ist lange her. Was machst du hier mit den Kids?“
Julia nahm ihm die Bezeichnung nicht übel. Auch er musste fast siebzig sein. Aber es war schwer einzuschätzen. Er war rüstig und sein dunkler Teint machten es schwer. Er beäugte Julia bewusst auffällig abschätzend.
„Hey Kleine, ist alles okay? Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.“
Jetzt fiel es auch Graham auf. Aber dann wanderte Grahams Blick an Julias blassem Gesicht vorbei zum Tor des Hangars, vor dem ein silbergrauer SUV parkte.
„Frank, ist dein roter Flitzer aufgetankt?“, fragte Graham seinen Freund ernst.
Franks permanentes Lächeln wich der Besorgnis.
„Ja, aber…“
„Die Schlüssel. Schnell. Ich habe keine Zeit für Erklärungen!“
Frank setzte dennoch zu einer Frage an, aber sie verhallte in einem Quietschen, das vom Zugang des Rollfelds ertönte. Der SUV hatte sich in Bewegung gesetzt, nahm rasant an Fahrt auf und steuerte direkt auf sie zu.
„Den Schlüssel!“, fauchte Graham.
Frank verschwand schnell und ohne Widerworte im Anbau neben dem Hangar, kam direkt wieder heraus und warf Graham einen Schlüsselbund zu.
„Holt euren Kram aus dem Auto und dann ins Flugzeug! Los jetzt!“
Nick starrte kopfschüttelnd auf den sich schnell nähernden SUV. Julia war geistesgegenwärtig und nahm schnell Taschen und Rücksäcke aus dem Wagen.
„Nick!“, schrie sie. Keine Reaktion.
Sie verpasste ihm eine Backpfeife. Es wirkte. Sie zog ihn am Arm hinter sich her zu Graham.
„Frank, tauch unter! Sie sind es!“, rief er ihm noch nach.
Julia warf die Taschen und Rucksäcke in ein rotes Sportflugzeug, eine alte Cessna 310. Die Antiquität erweckte allerdings Misstrauen in ihr. Graham hatte die Rotoren bereits gestartet. Die Motoren röchelten erst wie ein alter Hund, der an chronischer Bronchitis litt, aber dann schnurrten sie gleichmäßig. Das Flugzeug war alt und sah auch alt aus. Nick blieb abrupt stehen.
„Hey, die Mühle ist ja nur Schrott!“
„Steig ein!“, reif Graham. „Sie macht von außen zwar nicht viel her, aber sie bringt‘s noch!“
Wieder zog Julia Nick mit sich und ehe sie die Türen schließen konnten ratterte das museumsreife Stück los. Das Rollfeld wurde allerdings von dem silbergrauen SUV blockiert und die beiden Männer in Grau hatten sich vor ihm aufgebaut. Sie hielten etwas schweres, dunkles in den Händen.
„Scheiße! Sind das Knarren?!“, rief Julia.
„Das sind keine Knarren! Das sind verdammte Sturmgewehre!“, schrie Nick panisch. Beide hatten sich auf den Sitz des Kopiloten gedrängt und starrten nun direkt auf das Exekutionskommando. Dann zwei Schüsse. Die Männer fielen zu Boden. Sie sahen Frank, bewaffnet mit einer Pumpgun. Wieder feuerte er auf die Männer, die noch auf dem Boden lagen. Julia wunderte sich wieso er noch einmal feuerte. Sie wandte sich wieder den Männern zu und ihre Frage wurde beantwortet. Sie richteten sich wieder auf. Als wären sie nur kurz gestolpert und nicht von 18 mm Geschossen durchlöchert worden. Graham machte einen kurzen Schwenker um den SUV herum.
„Verdammt, Frank! Verschwinde!“
Wieder Schüsse. Und wieder. Nick und Julia drängelten sich jetzt nach hinten und blickten aus dem Fenster. Sie sahen Frank, wie er hektisch sein Gewehr nachlud. Aber es war zu spät. Er war nicht schnell genug. Die Männer hasteten auf ihn zu. Einer packte ihn von hinten an den Schultern und dann… Der andere schlug zu. Julia und Nick konnten nur im letzten Blickwinkel durch das Fenster der Maschine sehen, wie Franks Kopf unter der Wucht des Schlags vollständig zerbarst und als rosaroter Hagel aus Knochen und Hirnmasse auf den Asphalt des Rollfeldes prasselte. In schierer Panik schrien Julia und Nick auf und drängten sich weg vom Fenster auf die andere Seite der Maschine, die jetzt abhob. Sie hielten sich in den Armen, schrien und jammerten.
„Verdammt! Verdammt! Ihr miesen Schweine“, schrie Graham, der das ganze Geschehen durch den Rückspiegel beobachtet hatte.

 

 

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